Taurin
Ernährung,  Hundeabteilung

T wie Taurin

Taurin – da klingelt es bei euch allen bestimmt. Energy-Drink und Taurin. Alle, die jemals schon mal eine Nacht durchgemacht haben und sich mit Red Bull und Co. danach wach hielten, kennen dieses komische Gefühl. Schwitzige Hände, etwas überdreht, müde, aber irgendwie kann man nicht schlafen. Warum bekommen unsere Hunde dann Taurin. Ganz ehrlich, das frage ich mich auch manchmal. Aber dazu gleich mehr.

T wie Taurin

Taurin ist ein Abbauprodukt der Aminosäure Cystein und für viele Vorgänge im Körper zuständig.
Unter anderem für folgende:

  • Förderung der Durchblutung
  • Unterstützung der Herzgesundheit
  • Förderung der Fertilität
  • Unterstützung der Sehkraft

Unsere Hunde können Taurin sehr gut selber herstellen. Im Gegensatz zu Katzen, die können das nicht und es muss über die Ernährung zugefüttert werden. Es soll wohl auch einige Hunderassen geben, die vermehrt an einem Taurinmangel leiden, weil ihr Körper es nicht ausreichend herstellen kann.
Taurinmangel kann folgendes auslösen:

  • Schwäche
  • Abgeschlagenheit
  • vermehrtes Hecheln
  • Husten
  • Gewichtsverlust
  • Beeinträchtigung der Sehkraft
  • Wachstumsstörungen bei Welpen

Doch wie bereits oben erwähnt, brauchen Hunde kein zusätzliches Taurin. Sollten Symptome auftauchen, die auf einen Mangel hinweisen, dann muss das anhand einer Blutuntersuchung ermittelt werden und der Tierarzt bespricht mit euch die weitere Vorgehensweise.

Taurin im Hundefutter

In vielen Futtermitteln, vor allem Trockenfutter, steht am Ende der Zutatenliste oftmals das Taurin. Ist da nötig? Nein. Ganz ehrlich, ich finde es sogar schrecklich, dass ein Aufputscher im Futter enthalten ist. Ein normal agiler Hund, der nicht krank ist, braucht das nicht. Sollte eine Krankheit vorliegen, dann kann man es mit Absprache des Tierarztes als Ergänzung zufüttern. Taurin kann hibbelige Hunde noch hibbeliger machen oder entspannte Hund, unentspannt. Nicht jeder Hund reagiert darauf, aber es gibt welche. Das Herz schlägt evtl. schneller, sie sind müde, kommen aber nicht zur Ruhe, ähnlich wie bei uns Menschen, wenn wir eine oder mehrere Dosen Energy-Drink zu uns nehmen. Ausgenommen davon sind Sporthunde, die vor einem Wettkampf trainieren, da kann es manchmal ganz sinnvoll sein. Mann muss nur abwägen, ob es tatsächlich notwendig ist.

Als wir Runa bekommen haben, habe ich anfänglich ein paar verschieden Trockenfutter ausprobiert. Dann hatte ich eines, das sie gerne mochte und das mir auch ganz gut erschien. Taurin hatte ich da noch nicht auf dem Schirm. Sie war 10 Monate und hatte da gerade so ‘ne Phase, „ich springe bei jedem Hund in die Leine und mache ’nen Aufstand“, eigentlich ist sie eher ein entspannter Hund, war sie schon immer, aber da war sie gerade etwas drüber. Als ich von unserer Suri noch Trockenbarf übrig hatte, das sie nicht mehr mochte, habe ich Runa damit ein paar Tage gefüttert und zeitgleich durch Zufall ein Analysevideo von Hundefutter angesehen, da kam auch das Taurin vor.

Schon nach einem Tag ohne das Trockenfutter, war sie entspannter, sprang nicht mehr wie verrückt in die Leine und benahm sich etwas manierlicher. Als mir das auffiel, guckte ich auf die Zutatenliste des Futters und es enthielt Taurin, was ich vorher ja gar nicht wahrgenommen habe, aber nach dem Video wollte ich es wissen. Der restliche Sack Futter landete im Tierheim und ich habe nie wieder Futter mit Taurin gekauft.

Grünlippmuschelpulver und Taurin

wenn euer Hund ebenfalls auf Taurin reagiert, dann solltet ihr auch mit Grünlippmuschelpulver vorsichtig sein, denn das Muschelpulver ist eine natürliche Taurin-quelle und hat ähnliche Auswirkungen. Aber wie gesagt, stresst euch da nicht allzu sehr, denn viele Hunde reagieren nicht darauf und wenn das Muschelpulver gegen Gelenkbeschwerden eures Vierbeiners hilft, dann gebt es auch weiter. Wenn ihr gesunde Hunde habt, es aber füttern wollt, dann immer als Kur und nicht als fester Bestandteil eines Fertigfutters oder durchgehend ohne Pause. Nahrungsergänzungen, die nicht zwingend erforderlich sind, sollten immer nur als Kur angewandt werden. So vermeidet man den Gewöhnungseffekt und auch unliebsame Begleiterscheinungen. Außerdem gibt es zur Not auch noch andere natürliche Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen, die man alternativ verwenden kann.

Mein Fazit: Man sollte immer wissen, was man dem Hund füttert und sich darüber informieren. Ernährung kann so viel Einfluss auf verschiedene Faktoren nehmen und das nicht nur im positiven Sinne. Wenn ein Hund auf tierärztlicher Sicht etwas braucht, dann soll er es auch bekommen, aber man muss ihm nicht vorbeugend etwas geben, was ihm vielleicht auch schaden könnte. 

Taurin

Hattet ihr schon mal ein Futter, das Taurin enthält?

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Nicole

Hier geht es zum S wie Spurenelemente und hier gibt es eine ausführliche Erklärung, was Taurin überhaupt ist.

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Ätherische Öle, die dem Hund helfen zu entspannen: Lavendel, Weihrauch, röm. Kamille
Ätherische Öle, die dem Hund helfen, sich zu konzentrieren: Rosmarin, Pfefferminze, Lemon, Orange
Ätherische Öle, die dem Hund Energie geben für das Training vor Wettkämpfen: Bergamotte, Geranie, Melisse, Sandelholz.

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