Innereien
Ernährung,  Hundeabteilung

I wie Innereien

Innereien spielen in der Hundeernährung eine große Rolle. Vor allem die Barfer unter euch werden das wissen. Viele geben keine Leber, Niere, Milz usw., weil sie meinen, das ist nicht nötig und sie enthalten eh nur die Giftstoffe des Körpers. Dem ist aber nicht so. Innereien müssen für den gesunden Hund unbedingt enthalten sein. Alternativ muss man die fehlenden Vitamine und Mineralstoffe ergänzen.

Was gehört zu den Innereien?

Bei manchen Körperteilen scheiden sich die Geister. Fakt ist aber, dass folgende Organe zu den Innereien zählen und auch regelmäßig gefüttert werden sollten:

  • Leber
  • Niere
  • Milz
  • Lunge

Weitere:

  • Herz
  • Magen
  • Pansen
  • Blättermagen
  • Luftröhre
  • Schlund

Pansen und Blättermagen erhalten eine eigene Komponente in der Barf-Ration und werden nicht in den Anteil der Innereien mit einberechnet. Herz ist ein Muskel und kann dementsprechend auch zum Muskelfleisch gezählt werden. Als kleinen Anteil kann es aber auch ab und zu mal als Innerei gefüttert werden. Luftröhre und Schlund enthält nicht übermäßig viele Vitamine und Mineralstoffe und spielt eigentlich so gut wie keine Rolle. Außerdem muss man bei Schlund auf die Reste von Schilddüsenhormone bzw. Schilddrüsenanteil achten, denn diese Hormone können sich negativ auf den Hund auswirken.

Inhaltsstoffe von Innereien

Leber, Lunge, Niere und Milz, bieten eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Sie ergänzen damit die Fleisch-Rationen perfekt und liefern genau die Inhaltsstoffe, die dem Muskelfleisch fehlen. Mitunter liefern Innereien, Vitamin A, D, K, B2, B12, B5, B3, B7, B9, sowie Kalium, Natrium, Eisen, Kupfer, Mangan, Jod und Selen. Natürlich haben verschiedene Innereien, verschiedene Nährstoffe und deshalb ist es auch wichtig, dass man hier auf die richtige Zusammensetzung achtet.

Die richtige Menge Innereien

Die Gesamtmenge an Innereien sollte 15 % des tierischen Anteils ausmachen. 30–40 % davon sollte Leber sein und der Rest kann auf Niere und Milz, Lunge und evtl. auch mal Herz in gleichen Teilen fallen. Daraus ergibt sich auch, dass man bei fertigen Mischungen und fertigen Barf-Rationen aufpassen muss, denn oft sind dort nur Lunge und Herz enthalten oder Leber in ganz kleinen Teilen. Dies führt unweigerlich, irgendwann zu einem Mangel und das Futter sollte auf alle Fälle mit den fehlenden Vitaminen ergänzt werden, wenn man es nicht ändern will oder eben auf einen gut proportionierten Mix zurückgreifen. Noch besser wäre natürlich, die Komponenten einzeln zu kaufen.

Viele Hunde mögen am Anfang keine Innereien. Eine Möglichkeit wäre diese gewolft unterzumischen oder zu überbrühen. Man kann sie auch mit etwas Butter garen. Später werden sie meist ohne Probleme gefressen. Sollte der Hund eine bestimmte Krankheit haben, in der zum Beispiel keine Leber verfüttert werden darf oder keine Niere, müssen die fehlenden Vitamine etc. ergänzt werden. Dies kann aber dann nur individuell berechnet werden, da jedes fehlen, einen anderen Mangel hervorrufen kann.

Auflistung Inhaltsstoffe:

Die folgende Liste ist im Vergleich zu Muskelfleisch (alles vom Rind). Es sind in den Innereien natürlich noch mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten, allerdings im Vergleich zu Muskelfleisch nicht mehr. Daher wird hier das Augenmerk auf die Inhaltsstoffe gelegt, die in sehr hohen Mengen im Vergleich zum Fleisch vorkommen.

  • Leber:
    Reich an Eisen, Kupfer, Mangan, Vitamin A, D, K, B2, B12, Pantothensäure (B5), Nikotinsäure (B3), Biotin (B7) und Folsäure (B7)
  • Milz:
    Reich an Calcium, Kalium, Eisen, Jod,
  • Niere:
    Reich an Calcium, Magnesium, Natrium, Selen, Vitamin B12, Biotin und Folsäure
  • Herz:
    Reich an Vitamin E
  • Lunge:
    hat einige der oben genannten Inhaltsstoffe, aber keine nennenswert hohen Werte.

Innereien

Füttert ihr euren Hunden Innereien?

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Nicole

Hier geht es zu H wie Histamin

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